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Ausbildung zum Berater

Ausbildung zum Berater

Als Berater arbeiten Menschen, die über Wissen oder Fähigkeiten verfügen, die andere nicht haben, aber dringend brauchen. Entsprechend sind die Kunden bereit, sehr hohe Summen für fachlichen Rat zu bezahlen. Damit können Berater besondere Talente oder aber Lebenskrisen, die sie erfolgreich durchgestanden haben, versilbern. Um als Berater erfolgreich zu sein, kommt es aber auf die richtige Ausbildung an. Egal, ob Steuer-, Einrichtungs- oder Erziehungsberater: Berufsanfänger müssen sich in Vertragsrecht und Kundenakquise ebenso gut auskennen, wie mit Betriebswirtschaft und Marketing.

Was Sie über die Ausbildung zum Berater wissen müssen

1. Fachkenntnisse aufbauen
Die wenigsten Berater haben sich gleich nach der Schule vorgenommen, später einmal andere Menschen zu coachen. Für eine Reihe von Jobs als Berater braucht es eine einschlägige Fachausbildung und lange Berufserfahrung. Wer zum Beispiel als Steuerberater tätig sein möchte, muss mindestens eine kaufmännische Ausbildung, besser noch ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium abgeschlossen haben. Auch ein IT-Berater hat viele Konkurrenten auf dem Markt. Je besser die technische Ausbildung, desto einfacher wird er es haben, sich zu etablieren.

Für solche Fachleute gibt es Basiskurse, die den Weg in die Selbstständigkeit ebnen. Sie dauern etwa ein halbes Jahr bei einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von sechs bis acht Stunden. Die angehenden Berater haben im Rahmen dieser Ausbildung die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Sie lernen, einen Businessplan zu erstellen, Fördermittel einzuwerben, ihre Marketingstrategien zu planen und ihre Bücher ordentlich zu führen. Häufig beinhaltet eine solche Ausbildung auch eine Fallstudie, in der die Berater ihren Job üben können, bevor sie sich richtige Kunden suchen. Da es sich meist um Fernstudiengänge handelt, lässt sich eine solche Ausbildung aber auch bestens mit dem Geschäftsaufbau vereinbaren. Vom allerersten Tag an können die Berater so schon Geld verdienen. Und wenn das besser läuft, als erwartet, können sie die Ausbildungszeiten in den meisten Fällen kostenlos verlängern – und sich so auf den Erfolg konzentrieren.

Psychologische Berater oder Ernährungsberater, Mediatoren und PR-Berater hingegen sind häufig Quereinsteiger, die im Rahmen ihrer Ausbildung erst mit den fachlichen Grundlagen vertraut gemacht werden. Solche Ausbildungsgänge dauern im Fernstudium in der Regel mindestens ein Jahr und machen es nötig, dass der künftige Berater bis zu 10 Stunden in der Woche büffelt. Dafür gibt es einen Abschluss, der eine Berufsbezeichnung enthält – etwa als staatlich geprüfter psychologischer Coach oder Kommunikationsmanager.

Damit ist es für die meisten aber noch nicht getan: Viele Berater spezialisieren sich nach dem ersten Abschluss weiter. Ein Gewichts- und Diätberater zum Beispiel kann sich mit zwei, drei Diätsystemen so gezielt befassen, dass die Konkurrenz auf dem Markt immer kleiner und die Verdienstchancen immer größer werden.

Solche Kurse werden häufig von bereits etablierten Beratern angeboten, die wiederum ihr Wissen über ihre Methoden weiter verkaufen. Sie sind deutlich kürzer als die Grundausbildung und schließen mit einem Zertifikat ab.

2. Unternehmensführung leicht gemacht
Auch ein kleines Beratungsunternehmen zu führen, ist schwerer, als sich viele Angestellte vorstellen können. Ein Berater muss sich gut organisieren, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Eine gute Ausbildung zum Berater enthält daher auch Seminare zum Zeitmanagement und zur Selbstmotivation. Der künftige Berater sollte sich nach seinem Abschluss sehr gut in seinen Kompetenzen einschätzen und realistische Ziele stecken können. Er muss wissen, wo er im Zweifelsfall Unterstützung findet und wie er am besten auf mögliche Kunden zugeht und sich selbst vermarktet.

3. Qualität der Ausbildung zum Berater erkennen
Viele Aufträge für Berater werden über Mund-zu-Mund-Propaganda vergeben. Neulinge verfügen über solche Netzwerke noch nicht. Umso wichtiger ist es, auf eine hohe Qualität der Ausbildung zum Berater zu achten, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ein wichtiges Signal für hohe Qualität kann eine staatliche Prüfung sein. Für Beraterberufe im Gesundheitswesen oder juristische Berater sind sie sogar vorgeschrieben. Dort, wo keine staatliche Prüfung angeboten wird, haben sich gute Ausbildungsinstitute ihre Programme über unabhängige Berufsverbände oder Bildungskommissionen wie zum Beispiel die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zertifizieren lassen.

Ein weiteres wichtiges Indiz für Qualität sind namhafte Dozenten, die gern mit den Instituten zusammenarbeiten. Angehende Berater haben davon noch einen weiteren Vorteil: Sie können sofort auf das Netzwerk der etablierten Kollegen zurückgreifen und sich weitere Geschäftsfelder erschließen – indem sie etwa Fachartikel schreiben, Workshops veranstalten und Referate halten.

4. Möglichkeiten, die Ausbildung zu finanzieren
Eine gute Ausbildung zum Berater kostet in aller Regel mehrere tausend Euro, wobei die Materialien zum Studium und eine dichte Betreuung der Institute bereits inbegriffen sind. Gut zu wissen: Die meisten Kurse bei anerkannten (Fern)Studienzentren sind förderfähig, etwa über den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur. Angestellte, die sich nebenbei auf ihre Selbstständigkeit als Berater vorbereiten wollen, können Fördermittel über öffentliche Banken beantragen. Der Bund finanziert bis zu 80 Prozent der Weiterbildungskosten.

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